Buchsteiner
Buchsteiner ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das 1910 von Johannes Buchsteiner mit der handwerklichen Herstellung von Salatbestecken aus Büffelhorn gegründet wurde. Das Büffelhorn ist auch heute noch das Markenzeichen. Weil die Beschaffung der Büffelhörner aus Brasilien, Argentinien und Indien nicht unproblematisch verlief, wurden auch Celloloid, Kunsthorn und Plexiglas eingesetzt.
1926 wurde erstmals auf der Leipziger Messe ausgestellt. Mit großem Erfolg konnten wichtige Auslandsverbindungen geknüpft werden.
Buchsteiner war in den 30iger Jahren Deutschlands größte Horn-Salatbesteckfabrik. 1938 wurde auf einer handhebelbetriebenen Maschine zum ersten Mal Polysterol verarbeitet. Das war der Beginn für Teller, Tassen, Dosen etc. aus Kunststoff. Nach dem 2. Weltkrieg begann auch für Buchsteiner ein mühsamer Neubeginn. Die Hornverarbeitung musste aufgegeben werden, die Produktion wurde auf die Verarbeitung des Pressstoffes Melamin und das Spritzgießverfahren für Polystyrol und Polyäthylen konzentriert.
1955 konnte Buchsteiner einen spektakulären Erfolg vermelden: das Unternehmen erhielt den Auftrag, für die wieder in Betrieb gehende Lufthansa das Bordgeschirr aus Melamin herzustellen. Der Designer dieses Geschirrs war Prof. Wilhelm Wagenfeld. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit begann. Seit den 60iger Jahren wurde das Sortiment von Buchsteiner systematisch im Spritzgießverfahren ausgebaut und mit vielen kreativen Ideen bereichert.

