Henry van de Velde

Henry van de Velde

Henry van de Velde

Der Belgier Henry van de Velde gehört zu den bedeutendsten Künstlern des Jugendstils und der Neuen Sachlichkeit. Er wurde 1863 in Antwerpen geboren. Von 1881 bis 1884 studiert er dort Malerei. Ab 1890 beginnt eine intensive Auseinandersetzung Henry van de Veldes mit der britischen Arts-and-Crafts-Bewegung, er wendet sich von der Malerei ab und fängt an, Möbel und Einrichtungsgegenstände zu gestalten. 1897 und 1898 gründet er in Brüssel und Berlin Firmen für Herstellung und Vertrieb der von ihm entworfenen Möbel und Objekte. 1900 zieht Henry van de Velde nach Berlin, ab 1902 lebt er in Weimar. Dort wird im selben Jahr das Kunstgewerbliche Seminar gegründet, aus dem 1907 die Kunstgewerbeschule hervorgeht. Im Krieg wird diese 1915 geschlossen, Henry van de Velde übersiedelt in die Schweiz. 1919 wird aus der Weimarer Kunstgewerbeschule und der Kunsthochschule das staatliche Bauhaus Weimar. Der künstlerische Anspruch steht für ihn allerdings immer über der Typisierung der gestalteten Objekte. Für Gestalter wie Wilhelm Wagenfeld wurde er so zum prägendsten Lehrer. Ab 1926 ist Henry van de Velde Professor für Architektur an der Universität in Gent. Zugleich wird er Gründungsdirektor des Institut Supérieur des Arts Décoratifs in Brüssel, wo er bis 1936 lehrt. Ab 1947 bis zu seinem Tod lebt Henry van de Velde in der Schweiz.

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